INFEKTION - Paradontitis
Zahnlose Gesellschaft
Rund 400.000 Zähne werden jedes Jahr in deutschen Zahnarztpraxen gezogen. Die Hauptursachen für den Kahlschlag im Gebiss: Karies und Parodontitis. Während Kariespatienten häufig Schmerzen haben und freiwillig einen Zahnarzt aufsuchen, wird Parodontitis lange ignoriert und erst in einem späten Stadium erkannt. Anfängliches Zahnfleischbluten ist für viele Betroffene kein Grund zur Besorgnis. Doch diese Leichtfertigkeit kann unwiderrufliche Folgen haben.
Mit einem Zahn fängt alles an
Forscher vermuten, dass Parodontitis im Körper weite Kreise zieht. So kann die Krankheit durch Streuung von Bakterien nicht nur zu Zahnausfall führen, sondern das Risiko eines Herzinfarkts und einer Frühgeburt steigern. Eine Entzündung des Zahnapparats kann auch eine Lungenentzündung auslösen oder Diabetes verschlimmern. Dabei ist die Vorsorge gegen Parodontitis ganz einfach.
Zähneputzen ist und bleibt das A und O
75 Prozent der Bevölkerung leiden in Deutschland an Parodontitis. Bei Menschen über 40 ist sie die häufigste Ursache für Zahnverlust. Doch das wirksamste Mittel gegen Parodontitis ist uns allen bestens bekannt. Denn was für die Milchzähne galt, hat ein Zahnleben lang Bestand. Wer seine Zähne täglich zweimal putzt und die Zwischenräume mit Zahnseide reinigt, hat einen wichtigen Schritt für seine Gesundheit getan. Die Entfernung von Zahnstein und eine professionelle Zahnreinigung beim Arzt können diesen Effekt zusätzlich unterstützen.


