GEFÄSSE - Herzinsuffizienz

Gegen das „schwache Herz“

Wer an Kurzatmigkeit leidet, schnell an seine körperlichen Leistungsgrenzen stößt oder Ödeme hat, sollte sein Herz testen lassen. Denn oft steckt Herzinsuffizienz hinter diesen Symptomen.

Motor unseres Körpers
Das Herz ist der Motor unseres Körpers. Im Verlauf von 70 Jahren schlägt es zwei bis drei Milliarden Mal. Ohne Zweifel läuft ohne unser Herz gar nichts. Es muss Trillionen Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen und befreit gleichzeitig den Körper von stoffwechselbedingten Abfallprodukten. Im Ruhezustand pumpt das Herz etwa fünf Liter Blut durch den Körper – vorausgesetzt, das Herz ist gesund. Ist das Herz krank, kommt der Motor ins Stottern.

Nachlassende Leistungsfähigkeit
Bei Herzinsuffizienz, also Herzmuskelschwäche, geht die Pumpleistung so stark zurück, dass der Körper nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden kann. Die Folge: Die Leistungsfähigkeit lässt nach, erst langsam, dann dramatisch. Klassische Symptome sind Atemnot bei körperlicher Belastung und ein allgemeines Gefühl der Erschöpfung. Im fortgeschrittenen Stadium kann der Patient oft am normalen Alltagsleben nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt teilnehmen.

Unterschätzte Volkskrankheit
Herzinsuffizienz ist die mit Abstand häufigste Todesursache in Deutschland und anderen westlichen Industrienationen. Zwischen zwei und sieben Prozent der Gesamtbevölkerung leiden am „schwachen Herzen“. Bei den über 70-Jährigen ist es jeder Zweite und bei den Hochdruckpatienten sind es sogar 75 Prozent. Herzinsuffizienz ist eine Volkskrankheit, häufig allerdings eine unterschätzte.

Empfehlung:
Bei Hinweisen auf Herzschwäche, insbesondere bei Bluthochdruck, Atemnot bei körperlicher Belastung und bei Ödemen.

Benötigt:
Eine Blutprobe.

Stichworte für Ihr Arztgespräch:
Herzmuskelschwäche, NT-proBNP, Labortest für Herzinsuffizienz.

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